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Luftballons zum Schulstart

Rund 170 Kindergartenkinder und Schüler/-innen bis zur 6. Klasse liessen am zweiten Schultag farbige Ballons in den Himmel fliegen. An der Schnur befestigten die Kinder Zettel, auf denen sie teilweise ihre Wünsche fürs Schuljahr vermerkten. Einige Reaktionen mittels Karten, Briefen und Paketen trafen daraufhin von Findern aus Nah und Fern ein.

Anlässlich des Starts ins Schuljahr 2018/19 organisierten die Kindergärtnerinnen und Lehrpersonen eine Ballonaktion. So versammelten sich Gross und Klein am 14. August an den drei Standorten – Kindergärten Kreuzrain und Riebeli sowie Primarschulhaus – und liessen um exakt 10.30 Uhr ihre gelben, grünen, blauen, roten, rosaroten und weissen Ballons gleichzeitig fliegen. Es bot sich ein wunderbares Bild und schon bald konnten die Kinder am Himmelszelt auch die Ballons der anderen Standorte erspähen.

Am Schnurende der Luftballons befestigten die Schüler/-innen Zettel. Die Klasse 1./2 a etwa malte auf der einen Seite eine kleine Zeichnung. Auf der anderen Seite notierte sie den Absender und formulierte oder zeichnete Wünsche fürs neue Schuljahr. Die lauteten beispielsweise: „dass ich schreiben lerne“, „dass ich gut rechnen kann“, „dass ich viele Kinder kennen lerne“, „dass die Engel mich begleiten werden“ oder „dass ich endlich den Film Räuber Hotzenplotz bekomme“. Die Klasse 3./4. a wünschte sich zum Beispiel keinen Streit, lustige Momente, viele Freunde, gut in der Schule zu sein oder eine nette Klasse. Kinder von der 1./2. b wünschten sich eine Sternschnuppe, ein Tor im Fussball zu schiessen oder dass es ihnen leicht fällt, das Lesen zu lernen.

Bereits einen Tag nach dem Ballonflug erhielt ein Schüler ein Paket aus Langenthal, gefüllt mit Naschereien. Auf einer Karte, die eintraf, unterschrieben die Finder mit ihren Vornamen. Zwei Wochen nach der Aktion stand bei der Klasse 1./2 a wieder ein Paket vor der Tür. Darin lag – die Kinder verstanden die Welt nicht mehr – der Film Räuber Hotzenplotz. Einige Schüler/-innen hatten danach das Gefühl, man müsse nur fest daran glauben und seine Wünsche mit einem Ballon in den Himmel schicken – irgendjemand erfüllt den Wunsch dann vielleicht. Vielen Kindern der Unterstufe ist wohl bis heute nicht ganz klar, warum die Karten plötzlich wieder mit der Post zurückkommen, wenn sie doch in den Himmel geschickt wurden.

Es gab noch viele andere Karten und Briefe mit Grüssen oder auch Wünschen, die ins Schulhaus zurückgesandt wurden. Eine Rückmeldung stammte gar aus Ebersecken im Kanton Luzern. Einige notierten den Fundort. Ein Junge schrieb etwa zurück, dass er den Ballon beim Pausenplatz einer anderen Schule fand. Ein Wiedlisbacher Schüler, der sich auf der Karte einen Wolf gewünscht hatte, bekam Hunde-Stickers zugesandt.

Die Kinder des Kindergartens Riebeli liessen ihren Ballon zum Schulstart ohne Wunsch fliegen. Sie schrieben ihren Namen auf den Zettel und erwähnten, dass sie sich über ein „Päckli“ freuen würden. Ein Finder aus St. Urban, der einen Ballon ganz in der Nähe seines Bienenhauses fand, schrieb einen Brief, in dem er dem Mädchen viel Spass im Kindergarten wünschte und legte ein Glas Blütenhonig dazu. Die bunte Aktion ist für alle Beteiligten immer sehr spannend.

Bilder sind im Fotoalbum zu finden.